Guter Wein ... guter Preis ... sonst nix !
Ganz schön vollmundiges Versprechen, meinen Sie nicht?
Als Konsument und Genießer auf der Suche nach „gutem“ Wein bin ich zwar über die Jahre ab und zu mal fündig geworden, weitaus häufiger bin ich allerdings auf die wohltönenden Anpreisungen mancher Verkäufer hereingefallen. Für mich Anlass, mit Besuchen bei Weingütern in den unterschiedlichsten Anbaugebieten, selbst auf die Suche nach Weinen, die ich gut und ihren Preis wert finde, zu gehen. Weil „meine“ Weine nicht nur mir schmeckten, entstand aus der Mitversorgung meiner Freunde schnell ein Weinhandel, von diesen sofort „Der Weinweber“ getauft.
Meine Weinliste ist eine individuelle Auswahl. Ich nehme zwar respektvoll zur Kenntnis wenn einer der „Gurus“ sich darüber verbreitet, was und wie man zu schmecken hat, aber bilde mir dann ganz respektlos meine eigene Meinung. Das sollten Sie auch tun! Deshalb biete ich Ihnen die Möglichkeit a) Musterflaschen und/oder Probierpakete zu bestellen und b) Flaschen zurückzugeben oder umzutauschen, sollte der Wein dann doch nicht schmecken.
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Guter Wein ?
Was ist „guter“ Wein? Darüber lässt sich trefflich streiten! Aber auf eine Grundposition könnte man sich vielleicht einigen: Wein der Kopfschmerzen oder Sodbrennen o. ä. verursacht, der gallig, hart, und gerbstofflastig ist oder nach Chemie schmeckt, ist sicherlich nicht „gut“. Zwei Grundkriterien gibt es aus meiner Sicht: den Geschmack und die Qualität eines Weins. Die Qualität lässt sich im Labor mit mehr oder weniger objektive Kriterien beurteilen. Erst wenn diese eingehalten sind, sollte man über den Geschmack reden (über den man ja bekanntlich streiten kann).
Ich bin der Meinung, der Wein ist gut, wenn er mir schmeckt, zu Genuss verhilft, also positive Emotionen bewirkt. Hier schon beginnt die Meinungsvielfalt: Der eine ist mit sauber gemachtem, gut trinkbarem, geradlinigem und eher weniger komplexem Wein zufrieden. Der Andere bevorzugt vielschichtige, komplexe, differenzierte Weine und ist bereit dafür einen gewissen Preis zu zahlen. Der Dritte verzichtet darauf Mund und Nase kritisch zu gebrauchen, glaubt der Werbung, was und wie er zu schmecken hat und hängt gläubig an den Lippen der „Gurus“, die mit Schulnoten die absolute und objektive Beurteilung eines Weins vorgaukeln. Der „Geiz-ist-geil“-Fraktion schließlich, kann es nicht billig genug sein und vorsichtig geäußerte Bedenken ob der Fehltöne in der € 1,99 Spätlese oder dem Kratzen im Hals beim „Genuss“ des schier untrinkbaren Bordeaux AOC werden mit einem beschwörenden „ja aber, bei dem Preis!“ weggewischt. Das eigentliche Thema, die Qualität spielt da nur eine untergeordnete Rolle.
Fazit: was „guter“ Wein ist, ist eine individuelle Entscheidung des Weintrinkers. Sein persönlicher Preis/Geschmack-Index sollte die Entscheidungsgrundlage sein. Mein Streben ist es, engagierte Betriebe zu finden, die stolz darauf sind, einen guten hochwertigen Wein herzustellen. Diese ausgewählten Weine importiere ich selbst um sie, ohne Importeur und Zwischenhandel, zu günstigen Preisen anbieten zu können. Ob der Wein dem einzelnen Konsumenten schmeckt und ob er ihm den Preis wert ist kann nur er selbst entscheiden. Deshalb biete ich die Möglichkeit Musterflaschen zu bestellen an.
Guter Preis?
Die Welt ist voller guter Weine. Man muss sie nur finden. Wenn Geld keine Rolle spielt ist das auch nicht schwer. Einen guten Wein zu einem günstigen Preis zu finden, ist erheblich schwieriger, auch mit den guten Kontakten eines „Überzeugungstäters“ und viel Geduld bleibt es oft Glückssache.
Was ist ein „guter“ Preis? Das ist, siehe oben, eine höchst individuelle Entscheidung. Ganz allgemein würde ich sagen: ein Wein, der mir so gut gefällt, dass er mir „seinen Preis wert ist“, hat einen guten Preis. Bei alledem sollte man aber nicht vergessen, dass guter Wein immer seinen, von der Produktionsmethode bedingten, Preis hat. Man kann durchaus bei entsprechender Sorgfalt aus maschinell geernteten und im großen Tank vergorenen Trauben einen sauberen, ansprechenden und preislich attraktiven Wein produzieren. Ein Spitzenwein, der mit manueller Lese, Aussonderung von unreifen Beeren und Blättern und Ausbau im Barrique erzeugt wurde, ist schon wegen des hohen Aufwands teurer. Denken Sie immer daran: Qualität hat ihren Preis! Sie erwarten ja auch nicht einen S-Klasse Mercedes für den Preis eines Fiat Uno kaufen zu können. Eine Ausnahme sind einige von internationalen „Weingurus“ bejubelten Weine (z. B. aus dem Bordelais). Bei weltweiter Nachfrage und geringen Produktionsmengen folgt deren Preis eben dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Wer glaubt, es seinem Image oder exquisiten Geschmack schuldig zu sein, diese Weine zu besitzen, muss halt den Preis dafür zahlen.
Als Weinhändler aus Passion, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht Weine mit einem ausgezeichneten Preis/Genuss-Verhältnis anzubieten. Deshalb finden Sie bei mir auch weniger die superteuren Szeneweine, dafür aber Weine die bei erheblich niedrigeren Preisen vergleichbare Qualität bieten. Es sind nicht die „richtigen“ Etiketten, sondern Weine die durch Qualität und günstige Preise überzeugen. Last not least: Ich biete aus Prinzip keine Weine an, die ich nicht auch selbst trinken würde.
Um die Preise niedrig zu halten, verzichte ich bewusst auf (kostenintensives) Personal und teure Werbung. (Dass Katalog und Info-Briefe am heimischen PC zusammengebastelt sind sieht man ja). Ich betreibe auch keinen Weinladen, sondern führe nur ein gut sortiertes Lager. Das Dasein als Einzelkämpfer hat natürlich auch Nachteile: wenn der Weber nicht da ist, ist auch niemand in der Firma. Wer dann nicht mit dem Anrufbeantworter reden will, muss es mit e-mail, Fax oder meinem Mobiltelefon versuchen. Aber wenn ich Weingüter besuche und vielleicht auch noch etwas Urlaub mache, ist die „Firma“ auch schon mal für mehrere Wochen nur stundenweise geöffnet. Das News-Banner auf der Startseite weist dann aber darauf hin, wann das Büro besetzt ist.
Der Vorteil ist, dass ich es mir leisten kann supergünstige Preise zu machen, weil meine Betriebskosten entsprechend niedrig sind.
Sonst nix ?
Na ja, nicht ganz.
Dies gibt es nicht:
... edles Ladengeschäft in Innenstadtlage, Vertreter die an Ihre Tür klopfen, Hochruck-Telefonverkäufer, Hochglanzprospekte und Vierfarbkataloge in Buchdicke, Verkauf Ihrer Adresse an Versandhändler.
Dafür aber das:
... individuelle Beratung am Telefon oder bei mir zuhause. Hin und wieder eine Weinprobe mit Gleichgesinnten in lockerer Atmosphäre. Beschaffung von Raritäten über meine europaweiten Kontakte. Bordeaux-Primeurangebote zu konkurrenzlos günstigen Preisen und Konditionen. Organisation von Weinproben, Länder- oder Weingut-Diners bei Ihnen. Die Möglichkeit Probierpakete zu Sonderpreisen oder Einzelflaschen zu bestellen. Bei größeren Festen Rücknahme der nicht verbrauchten Flaschen. Bei Nichtgefallen eines Weins Rücknahme oder Umtausch aller nicht angebrochenen Flaschen.





